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Das "Untere Tor" - unser Vereinsheim

Ein Vereinsheim mit fünf Stockwerken und 105 Stiegen! Eine der originellsten „Narrenhochburgen" weit und breit!

Seit September 1984 ist wieder Leben in dem noch einzig erhaltenen Turm, der in der Gundelfinger Stadtgeschichte und im kulturellen Leben solange eine wichtige Rolle gespielt hat. 25 Jahre lang wurde er etwas stiefmütterlich behandelt und stand während dieser Zeit leer. Er befand sich in sehr schlechtem Zustand und war teilweise vom Verfall bedroht. Das Gebäude war verwahrlost und wurde nur noch von Tauben „bewohnt".

Als man sich im Jahr 1982 Gedanken machte, einen Platz für das gesamte Inventar und die Kostüme zu suchen, kam man auf den Torturm. Die Glinken übernahmen die Initiative und es begann eine lange und intensive Säuberung und Renovierung des Turmes. Dank der großen Unterstützung der Stadt und vieler vieler Arbeitsstunden der Aktiven wurde der Turm wieder zu einem Schmuckstück für die Stadt. Da in den Reihen der Glinken immer schon Leute waren, die sich für die Gundelfinger Geschichte engagierten, ging man mit großem Eifer an den Umbau. Die Stadt musste DM 300.000,- aufbringen. Die Glinken selbst haben weitere DM 40.000,- beigesteuert und rund 1200 Arbeitsstunden investiert. Der Turm ist jetzt fest im Griff der Narren, ein Bild, das bereits seit langem existiert: - Der den Torturm umarmende Narr ist schon seit Jahren das Markenzeichen und Symbol der Gundelfinger Faschingsgesellschaft.

Im Turm ist jetzt die gesamte Bekleidung der Aktiven, und das für die Brenzhalle erforderliche Inventar bei den Veranstaltungen untergebracht. Das ehemalige Musikzimmer wurde zum Geschäftszimmer umfunktioniert. Gleich einen Stock darüber trifft man auf einen gemütlichen Versammlungsraum. Dort wird während des Jahres jeweils auf die nächste Faschingssaison geplant und vorgearbeitet.

Die Aufgaben und Ziele der heutigen Faschingsgesellschaft passen gut zu den Tätigkeiten, die über mehrere Jahrzehnte im Turm stattfanden. Die beiden letzten Türmer der Stadt waren zugleich Leiter der städtischen Musikschule. Neben der Feuerwache trugen sie als Musiker zur Unterhaltung bei und übernahmen die musikalische Erziehung der Kinder.
Der letzte Türmer war Vinzenz Sinnewald (*21.01.1975 +10.0.1941). Er trat sein Amt am 15. Oktober 1904 an, nachdem sein Vater Johann am 26.7.1904 starb. Er war seit 19.10.1871 im Amt. Die Türmer davor waren: 1841 Xaver Manz, 1831 Josef Bacher, 1807 Georg Bacher, 1757 David Bacher, 1708 Albrecht Seyfried.

Die Gundelfinger Glinken sind stolz auf ihren Torturm und daher auch bemüht, die Bausubstanz zu erhalten (dass die Unterhaltungskosten von der Gesellschaft übernommen werden, ist selbstverständlich), um noch viele Jahre „über Gundelfingen" residieren zu können.